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Risiken und Chancen

Während die Jahre 2020 und 2021 im Zeichen der Corona-Krise standen, beherrscht seit dem 24. Februar 2022 die russische Invasion in der Ukraine als beispiellose humanitäre Krise die Weltnachrichten. Der Krieg scheint alle Länder der Welt zu betreffen, und die Folgen im politischen und wirtschaftlichen Area sind nur schwer vorhersehbar. Die Nachwirkungen von Covid-19 und insbesondere der Krieg in der Ukraine werden sicherlich von Einfluss sein auf Vebego. Allerdings ist derzeit nur schwer abzuschätzen, wie groß dieser Einfluss kurz- und langfristig sein wird.

Folgen des Ukraine-Krieges

Die makroökonomischen Folgen des Krieges sind bereits jetzt sichtbar. Die stark steigenden Rohstoff- und Energiepreise machen sich als erstes bemerkbar und wirken sich direkt auf Vebego aus. So steigen beispielsweise die Kraftstoffkosten rasant an, und auch die Einkaufskosten für Reinigungsmittel und -materialien schießen in die Höhe wie nie zuvor. Risiken sehen wir auch bei unseren Kunden und unseren Beschäftigten sowie in der Entwicklung der Einstandspreise unserer Leistungen. Viele Kunden sind somit indirekt von den verschiedenen Boykottmaßnahmen betroffen. Auch die Beschäftigten von Vebego werden die Folgen des Krieges zu spüren bekommen: Die stark steigenden Lebensmittel- und Energiepreise belasten viele unserer Mitarbeiter*innen. Der Druck auf die Kaufkraft unserer Beschäftigten kann zu mehr Stress und dadurch zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von Fehlzeiten und langfristigen Ausfällen führen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn wir berücksichtigen, dass die Corona-Krise weiterhin nachwirkt. Viele Variablen sind noch nicht quantifizierbar und es gibt derzeit kaum Einblick in – von den Regierungen eingeführte – Konjunkturpakete und sektorspezifische Subventionen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.

In allen diesen Areaen sind die Managementteams der Unternehmen damit beschäftigt, mildernde Maßnahmen vorzubereiten. Derzeit ist jedoch noch völlig unklar, wie lange der Krieg dauern wird und was die endgültigen Folgen sein werden. Vebego kann aktuell den größten Einfluss ausüben, indem es seine eigenen Mitarbeiter*innen so weit wie möglich unterstützt und ihnen hilft, wo es nur möglich ist. Mehr Aufmerksamkeit für die Ursachen von Fehlzeiten und die Betreuung der Mitarbeiter*innen stehen ganz oben auf der Tagesordnung. Zu den Dienstleistungen von Vebego gehört es selbstverständlich auch, mit den Kunden in einem ständigen Austausch zu stehen. Die Intensität dieses Kontakts wird dabei in der nächsten Zeit sicherlich zunehmen. Damit wir unsere Dienstleistungen rasch herauf- oder herunterskalieren und unsere Kunden auch in diesen unsicheren Zeiten maximal unterstützen können.

Sonstige Risiken

Durch den Ukrainekrieg scheinen fast alle anderen Risiken von untergeordneter Bedeutung zu sein. Dennoch muss Vebego andere Entwicklungen, die sich auf das Unternehmen auswirken könnten, weiterhin im Auge behalten. Die Corona-Krise scheint vorbei zu sein, doch es stellt sich die Frage, welche Folgen es haben wird, sollte sich herausstellen, dass Corona alljährlich (im Herbst) zurückkehrt. Fehlzeiten werden in dem Fall voraussichtlich strukturell zunehmen. Zudem bleibt das Risiko eines befristeten Lockdowns bestehen, sollte die Zahl der Infizierten wieder stark ansteigen. Mit allen damit verbundenen Konsequenzen, sowohl für die finanziellen Ergebnisse als auch für die mentale Widerstandskraft von Vebego. Die steigende Inflation bereitet seit geraumer Zeit Sorgen: Der Krieg in der Ukraine hat die Inflation nur noch weiter angeheizt. Der Druck, die Mindestlöhne (insbesondere in Deutschland) zu erhöhen oder die Tarifverträge zwischenzeitlich anzupassen, wird zu einem Anstieg des Einstandspreises für Vebego führen. Die Entwicklung des Marktes für Gewerbeimmobilien ist in der Post-Corona-Ära ein wichtiges Thema für alle Unternehmen, die im Area Facility Services tätig sind. Die Zahl der benötigten Quadratmeter wird abnehmen, was ein Risiko für Reinigungsunternehmen darstellt. Gleichzeitig geht man aber auch davon aus, dass sich die Nutzung von Büroräumen ändern wird, was wiederum neue Chancen für unsere Reinigungsunternehmen und Betriebe, die im Facility Management aktiv sind, schafft.

Bleibende Herausforderung: An attraktivem Arbeitgebertum arbeiten

Die Auswirkungen der Corona-Krise und des Krieges in der Ukraine sind groß, betreffen uns jedoch indirekt. Sie ändern auch nichts an unserer Vision oder an dem, wofür wir als Organisation stehen. Wir wollen weiterhin ein Arbeitgeber sein, der eine sinnvolle Arbeit bietet. Die Pandemie bietet neue Chancen und hat einige Entwicklungen beschleunigt. Sie hat uns gezeigt, was möglich ist, wenn nur noch wenig erlaubt und durchführbar ist. Bei einer Reihe von Themen erfordert Corona eine andere Ausrichtung oder eine Anpassung der Prioritäten. 

Der Arbeitskräftemangel stellt ein direktes Risiko für Vebego und seine Dienstleistungen dar. Auf allen Ebenen ist es eine Herausforderung, gutes und qualifiziertes Personal zu finden und zu binden. Einzelne Tochterunternehmen weisen mitunter Hunderte offener Stellen auf. Jobsuchende haben auf dem aktuellen Markt die Wahl und viel Spielraum, um bei Stellenangeboten kritisch zu sein. Langfristig könnte dies direkte Folgen für unsere Dienstleistungen haben: Können wir unsere Versprechen gegenüber den Kunden noch halten?

Die wichtigsten Gegenmaßnahmen bestehen in der Verringerung der Fluktuation und der Minimierung von Fehlzeiten. Wenn eine Sache (oder eine Person) bleibenden Charakter hat, erübrigt sich der Ersatz. Darüber hinaus wird hybrides Arbeiten – für Kolleg*innen, die den primären Prozess unterstützen – weiterhin auf der Liste der Anforderungen potenzieller Mitarbeiter*innen stehen. Deshalb bieten wir dies unseren Beschäftigten an, was auch unseren Stellenausschreibungen zu entnehmen ist.

Wir glauben an die Kraft der Unterschiede. Unser Familienunternehmen soll ein Ort sein, an dem jeder arbeiten kann und darf, unabhängig von der jeweiligen ethnischen Zugehörigkeit, der Abstammung, des Alters, der Arbeitsfähigkeit oder des Geschlechts. Unser Unternehmen soll ein Ort ohne gläserne Decke sein. Wir sind überzeugt, dass unsere Organisation gestärkt wird, wenn wir Vielfalt leben, womit wir gleichzeitig den Mangel auf dem Arbeitsmarkt (teilweise) kompensieren können. Dazu haben wir das Programm „Talent in Sicht“ eingerichtet, mit dem wir uns ein Image davon machen, welche Talente eine Person hat, welche Rolle dazu passt und welche Entwicklung im Anschluss daran wünschenswert wäre. Auf diese Weise können wir die Talente der Menschen optimal einsetzen und rechtzeitig auf die Marktbedürfnisse eingehen.

Die Kehrseite des Krieges in der Ukraine ist, dass die Menschen, die aus ihrem Land geflohen sind, sofort in den Niederlanden arbeiten dürfen. Das gibt ihnen Existenzsicherheit und stärkt ihr Selbstwertgefühl. Uns kann es helfen, mit dem angespannten Arbeitsmarkt umzugehen.

Komplexität der Gesetze und Vorschriften

Die Entscheidung von Vebego, auf eine überschaubare Anzahl großer Unternehmen hinzuarbeiten, ist eine gute Entwicklung, auch im Hinblick auf die immer komplexer werdenden Gesetze und Vorschriften, mit denen wir konfrontiert werden. Der Staat, Wirtschaftsprüfer und Finanzbehörden stellen immer höhere Anforderungen. Um die Kontrolle zu behalten, arbeiten wir von der Holding aus mit einem internen Auditprozess, um vierteljährlich eine umfassende Checkliste und ein Datenbuch bereitzustellen. Diese Checkliste wird fortlaufend überwacht und an die geltenden Gesetze und Vorschriften sowie eventuelle Vorfälle angepasst. Die großen Unternehmen innerhalb von Vebego gehen die Checkliste vierteljährlich durch. Das interne Auditteam der Holding kontrolliert die ausgefüllten Checklisten anhand von Stichproben. Dabei überprüft das Auditteam hauptsächlich, ob die Regeln korrekt eingehalten und etwaige Mängel behoben wurden. Im Jahr 2021 haben wir in den Niederlanden ein Tax Control Framework eingerichtet, das ab dem ersten Quartal 2022 auch in den anderen Ländern eingeführt wird. Die externe Prüfung unseres Jahresabschlusses wird von Deloitte durchgeführt.

Die Imageung großer Unternehmen verleiht auch der Qualitätsverbesserung der Verwaltungsorganisation einen zusätzlichen Impuls. In der Schweiz werden immer mehr verwaltungstechnische Aufgaben von der größten Tochtergesellschaft auf zentraler Ebene wahrgenommen: der Vebego AG in Zürich. In den Niederlanden war die Einführung von Shared Services ein wichtiger Schritt hin zu einer effizienten Organisation der Verwaltungs- und Backoffice-Prozesse (einschließlich Vergütung, Einkauf, Rechnungsstellung). Fast alle Vebego-Reinigungsunternehmen in den Niederlanden nutzen dies bereits in vollem Umfang. Vebego setzt sich aktiv dafür ein, die Unternehmen dazu zu bewegen, ihre Backoffices in den einzelnen Ländern verstärkt gemeinsam zu organisieren. In den Niederlanden wurde das Shared Service Center Anfang des Jahres 2022 um die Kompetenzteams HR, nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit, IT, Einkauf und Recht erweitert. Alle niederländischen Unternehmen werden die damit verbundenen Dienstleistungen über das gemeinsame Backoffice beziehen.

IT-Sicherheit

Die Ergebnisse der jährlichen Sicherheitsaudits zeigen, dass sich die Informationssicherheit bei Vebego von Jahr zu Jahr verbessert. Im Jahr 2021 wurde, wie zuvor angekündigt, ein Datenklassifizierungsprozess in der zentralen IT-Umgebung implementiert. Außerdem wurde entschieden, die zentrale IT-Infrastruktur für die Nutzung durch eine größere Anzahl von Vebego-Unternehmen zu öffnen. Dies erleichtert die Zusammenarbeit der Vebego-Unternehmen untereinander und trägt zur Verbesserung der IT-Sicherheit bei. Die Umsetzung erfolgt in den kommenden Jahren.

Risiken des finanziellen Impacts

Das Risikoprofil wird einerseits durch die geografische Verteilung der Dienstleistungen über Belgien, Deutschland, die Niederlande und die Schweiz, andererseits durch die Diversifikation des Dienstleistungsprofils mit Angeboten in den Areaen Facility Services, Gesundheitswesen, Garten- und Landschaftsbau, Facility Management und Produkte & Systeme bestimmt. Aufgrund dieser doppelten Streuung ist die Risikobereitschaft unterschiedlich ausgeprägt. Das Geschäftsmodell, die Fokussierung auf den Markt, die Prozesse und die kontinuierliche Überwachung der KPIs ermöglichen es den einzelnen Unternehmen, eventuelle Wachstumschancen oder einen Rückgang des Marktes auf rasche Weise zu antizipieren. Die Risiken und Chancen werden sowohl auf zentraler als auch dezentraler Ebene bewertet und angepackt.

Die Risikobereitschaft ergibt sich aus der Strategie und den gesetzten Zielen. Sie lässt sich wie folgt klassifizieren:

  • Strategisch: Risiken werden eingegangen, um autonom wachsen zu können. Dank des Engagements, der Tatkraft und der Innovationsfähigkeit seiner Beschäftigten ist Vebego in der Lage, Risiken in Chancen umzuwandeln.

  • Operativ: Aufgrund der jahrelangen Erfahrung in den Unternehmen ist es möglich, auf wohlüberlegte Weise Risiken einzugehen. Bewährte Konzepte und Arbeitsweisen werden sowohl zentral als auch dezentral umgesetzt. Daneben geht Vebego auch auf Unternehmensebene (IT) auf wohlüberlegte Weise große Projektrisiken ein, sofern dies unvermeidbar ist und die langfristige Strategie dadurch unterstützt wird.

  • Finanziell: Die Finanzpolitik ist zurückhaltend. Der Fokus liegt auf (autonomem) Wachstum und der Finanzierung ohne Abhängigkeit von Kreditinstituten. Liquiditäts- und Kreditrisiken werden auf ein Mindestmaß beschränkt*.

  • Finanzberichterstattung: Es liegen begrenzte Schätzungsunsicherheiten in der Finanzverwaltung vor.

  • Compliance: Vebego hat es sich zum Ziel gesetzt, sämtliche Gesetze und Vorschriften sowie alle seine eigenen internen Verfahren und Verhaltensregeln vollständig einzuhalten. Die eigens dazu eingerichtete Abteilung Risk & Compliance ist für die Überwachung der Einhaltung zuständig. Vebego legt großen Wert darauf, den mit Kunden und Lieferanten getroffenen Vereinbarungen nachzukommen und ein guter Arbeitgeber zu sein.

*
Währungsrisiko
Vebego ist in der Europäischen Union tätig. Das Währungsrisiko ist minimal, da die Vebego-Gesellschaften ihren Kunden Rechnungen in lokaler Währung stellen und auch ihre Beschäftigten und Lieferanten in lokaler Währung bezahlen.

Preis-, Cashflow-, Liquiditäts- oder Kreditrisiko
Mit dem Liquiditätsrisiko ist das Risiko gemeint, dass Vebego seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Vebego begegnet dem Liquiditätsrisiko, indem der Konzern sicherstellt, dass Vebego jederzeit genügend liquide Mittel zur Verfügung stehen, um allen Verpflichtungen bei Fälligkeit sowohl unter normalen Umständen als auch unter Stressbedingungen nachkommen zu können. Das Risiko wird durch eine ausreichende Verfügbarkeit von Geld und Kreditlinien gesteuert.

Das Kreditrisiko innerhalb von Vebego besteht in der Gefahr, dass Kunden und andere Gegenparteien unter Umständen nicht in der Lage sein könnten, ihre Verpflichtungen gegenüber Vebego zu erfüllen. Das Debitorenmanagement der Vebego-Gesellschaften überwacht dieses Kreditrisiko auf wöchentlicher Basis. Das Kreditrisiko von Vebego ist angesichts der breiten Streuung der Kunden in einer Vielzahl von Branchen und Ländern begrenzt.

Widerstandsfähigkeit

Das Ausmaß und die Dauer des Krieges in der Ukraine sowie die Folgen der Corona-Krise sind die Hauptfaktoren, die unsere strategischen und operativen Risiken beeinflussen. Der Impact auf Vebego hängt sowohl von einzelnen Faktoren als auch von Faktoren ab, die miteinander in einem Zusammenhang stehen. Derzeit sehen wir keinen Anlass, das System des internen Risikomanagements im Jahr 2022 weiter anzupassen. Eine Einschätzung der Folgen von Risiken, die in der Zukunft auftreten können, jedoch im Rahmen der heutigen Risikokontrolle nicht abgedeckt sind, ist nicht möglich. Vebego hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es in diesem Area belastbar und in der Lage ist, die Organisation an sich schnell ändernde Umstände anzupassen. Vebego ist ein starkes und solides Familienunternehmen, das konservativ finanziert ist und einiges wegstecken kann.

Die externe Prüfung unseres Jahresabschlusses wird von Deloitte durchgeführt.