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"Wir wollen uns zu einem ausgereiften europäischen Unternehmen entwickeln"

Aus über hundertfünfzig Gesellschaften mit beschränkter Haftung und rund achtzig Unternehmen insgesamt elf übergreifende Großunternehmen in den vier Ländern und Areaen Imageen, in denen wir bereits tätig sind, dieser organisatorische Wandel nimmt im Rahmen des Ende 2020 gestarteten Projekts „Designing our Future“ zunehmend Gestalt an. Mark van Haasteren (zuständig für die Niederlande und Belgien) und Giuseppe Santagada (Deutschland und Schweiz), beide COOs, erläutern die seit Beginn des Projekts unternommenen Schritte. „Mit Blick auf die Ziele, die wir uns gesetzt haben, und die realisierten Fortschritte können wir feststellen, dass wir einen Punkt erreicht haben, an dem es kein Zurück mehr gibt.“

„Designing our Future“ zielt unter anderem darauf ab, Vebego zu einem einheitlichen Unternehmen zu machen. Was ist Ihrer Meinung nach der Hauptzweck dieser Transformation?

Mark van Haasteren: „Wir Imageen aus den mehr als einhundertfünfzig Gesellschaften mit beschränkter Haftung und rund achtzig Unternehmen insgesamt elf übergreifende Großunternehmen in jenen Ländern (Belgien, Deutschland, Niederlande, Österreich und Schweiz) und in jenen Areaen, in denen wir bereits heute aktiv sind, nämlich Facility Management, Gesundheitswesen, Reinigung und Landschaftsbau. Das bedeutet, dass wir Unternehmen zusammenführen und die Prozesse und (IT-)Systeme vereinfachen werden. So lautet der Plan, das ist der Hintergrund. Im Vordergrund ist eher von einem Kulturwandel die Rede, von einer neuen Art des (Zusammen-)Arbeitens: Wir werden in den einzelnen Segmenten als ein einheitliches Unternehmen agieren und an die Kunden herantreten, und zwar noch stärker als bisher. Eines unserer Kernziele besteht darin, mentaler Marktführer zu werden: Wir wollen die Partei sein, an die man denkt, wenn es um sinnvolle Jobs im Facility Management, in der Garten- und Landschaftspflege, in der Reinigung oder im Gesundheitswesen geht. Dieser Kulturwandel ist letztlich wichtiger als der Strukturwandel. Ein Kulturwandel ist eine dauerhafte, langfristige Veränderung.“

Warum ist dieser Übergang für Vebego wichtig?

Giuseppe Santagada: „Wir haben fast achtzig Jahre hinter uns, in denen wir erfolgreich tätig waren. Nicht durch Gewinnmaximierung, sondern durch Qualitätssteigerung und eine proaktivere Einflussnahme innerhalb unserer Branchen und auf unsere Werte für unsere Kunden.“

Mark van Haasteren: „Wir arbeiten heute zum Beispiel oft stark ausschreibungsorientiert, häufig am Ende des kaufmännischen Prozesses. Als mentaler Marktführer streben wird eine stärkere Beteiligung an, noch bevor Ausschreibungen auf den Markt kommen. Auf diese Weise können wir wachsen und mehr Schlagkraft entfalten.“

„Designing our Future“ hat dadurch großen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Vebego-Unternehmen. Was bedeutet das für den geschäftlichen Alltag?

Mark van Haasteren: „Die einzelnen Unternehmen in einem bestimmten Segment verschmelzen innerhalb des Segments zu einem großen Unternehmen. Die Geschäftsaktivitäten werden weiterhin größtenteils regional orientiert sein. Aktivitäten wie Marketing, IT, Finanzen und Personal werden innerhalb des großen Unternehmens jedoch stärker zentral verwaltet.“

Giuseppe Santagada: „Natürlich kann man so eine Umstellung nicht in einem Ruck vollziehen. Deshalb betonen wir nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Vorteile des Aufbaus dieser neuen Struktur und der Schaffung einer Marke. Für die Unternehmen in Deutschland und der Schweiz ist dies vermutlich umso wichtiger, da diese Unternehmen traditionell sehr autonom waren.“

Mark van Haasteren: „Daneben läuft das Tagesgeschäft wie gewohnt weiter. Damit wir wissen, was ‚außerhalb‘ vor sich geht, treffen wir uns einmal im Monat mit jedem einzelnen Unternehmen, um zu sehen, wie das Geschäft läuft und wie es den Menschen und den Kunden geht. Wir machen das mit den Vorständen der einzelnen Unternehmen, was eine hohen Mehrwert bietet. Dadurch bleiben wir, vor allem aber auch die Unternehmen selbst am Puls der Zeit.“

Die Übernahme von hectas Anfang 2022 ist ein wichtiger Pfeiler für die Entwicklung in Deutschland. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

Giuseppe Santagada: „Vebego ist in den Niederlanden Vorreiter in Sachen Reinigung. In einem Land wie Deutschland jedoch, in dem unser Umsatz mit der Firma Servico 47 Millionen Euro beträgt, haben wir nicht die kritische Masse, die für unsere Wachstumsambitionen erforderlich ist. Mit der Übernahme von hectas, einem Unternehmen, das in Deutschland, den Niederlanden und Österreich aktiv ist, gehören wir im Area Facility Services und Reinigung ab sofort zu den zwanzig größten Spielern in Deutschland. Mit dieser Akquisition verfügen wir über die Größe, die Struktur, die Präsenz und die Kompetenzen, die wir im Rahmen von ‚Designing our Future‘ anstreben.“

Vebego will in den Areaen und Ländern, in denen das Unternehmen aktiv ist, zum mentalen Marktführer werden. Wie werden Sie die Sache herangehen?

Mark van Haasteren: „Wenn wir jetzt irgendwo an einem Tisch sitzen, müssen wir oft erklären, wer wir sind und wie groß unser Unternehmen ist. Durch die Transformation in Großunternehmen nehmen wir automatisch eine Spitzenposition unter den größten Unternehmen ein, und das in jedem einzelnen Marktsegment. Das macht uns sofort sichtbarer. Aber bei Sichtbarkeit geht es um mehr Dinge. Während der Corona-Pandemie haben wir im Gesundheitswesen und bei der Reinigung eine bedeutende Rolle gespielt. Wir haben jedoch meistens im Hintergrund agiert. Künftig wollen wir bei Talkshows mit am Tisch sitzen und Anrufe aus Den Haag entgegennehmen. Wir wollen dies für alle Marktsegmente tun, in denen Vebego aktiv ist, zum Beispiel im Hinblick auf Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit.“

Giuseppe Santagada: „Wir werden konkrete Kundensegmente definieren, in denen wir uns zum Marktführer entwickeln wollen. Im Moment wird unser Geschäft stark opportunistisch geführt. Das bedeutet, dass wir nicht für alle unsere Kunden USPs schaffen können. Durch die Definition der Kundensegmente können wir stärker datengetrieben auf den Markt und die Kunden zugehen und uns bereits positionieren, noch bevor eine Ausschreibung auf den Markt kommt. ‚Fokus‘ ist das Schlüsselwort.“

Auf welche Weise kann die „Thought Leadership“ (Meinungsführerschaft) zum ultimativen Ziel von Vebego beitragen, das darin besteht, Arbeitsplätze für eine sinnvolle Beschäftigung zu schaffen und Impact auf die Gesellschaft auszuüben?

Mark van Haasteren: „Indem wir zum mentalen Marktführer werden, üben wir Anziehungskraft auf den Markt aus. Gleichzeitig wollen wir mehr Wertschätzung für unsere Arbeit gewinnen. Hausmeister, Empfangspersonal und Reinigungskräfte, sie alle spielen eine sehr wichtige Rolle. Wenn wir nicht da wären, müssten alle Büros und Krankenhäuser sofort geschlossen werden. Doch das sollte auch wirklich deutlicher gesehen werden. Altrio, unser Anbieter von Pflegedienstleistungen in Belgien, macht das zum Beispiel sehr gut. Sie zeigen jetzt zum Beispiel, wie sie den Menschen in der Ukraine helfen. Während der Corona-Pandemie war Altrio zudem das erste Unternehmen, das mobile Teststandorte einsetzte. Solche Neuigkeiten schaffen es dann in die Zeitung. Für Altrio bedeutet es einen positiven Schub, was wiederum Fachkräfte anzieht und die Wertschätzung für den Beruf steigert.“

Altrio bietet mobile Corona-Teststellen an Schulen an

Giuseppe Santagada: „Wenn wir sichtbarer werden, können wir auch mehr sinnvolle Arbeitsplätze für unsere Beschäftigten schaffen und die Gesellschaft positiv beeinflussen. Sinnvolle Arbeit ist in Deutschland und der Schweiz eher eine Frage der Art und Weise, wie wir arbeiten, wie wir mit Menschen umgehen und was wir von ihnen erwarten. In den Niederlanden gibt es Regelungen, die Menschen mit geringen Chancen am Arbeitsmarkt dabei unterstützen, eine Arbeitsstelle zu finden. In Deutschland und der Schweiz gibt es das im Area der haustechnischen Dienstleistungen nicht. Das letztendliche Ziel – sinnvolle Arbeit – ist für uns alle gleich, doch der Weg dorthin wird von Land zu Land unterschiedlich sein.“

Der derzeit angespannte Arbeitsmarkt macht es sehr schwierig, Menschen zu finden und an sich zu binden. Wie geht Vebego dabei vor?

Giuseppe Santagada: „Viele Menschen mit einem Teilzeitjob arbeiten oft nur wenige Stunden in der Woche und manchmal sogar für verschiedene Unternehmen. Deshalb ist es für uns als Management eine Herausforderung, aber auch eine Verpflichtung, alle unsere Mitarbeiter*innen einzubeziehen und dafür zu sorgen, dass sie ihre Arbeit als sinnvoll erleben. Daher veranstalten wir zumindest in der Schweiz einmal im Jahr ein Vebego-Festival, zu dem wir alle Mitarbeiter*innen aus den verschiedenen Regionen und Unternehmen einladen, um einander besser kennenzulernen. So binden wir unsere Beschäftigten in die Vebego-Kultur ein und danken ihnen für die fantastische Arbeit, die sie leisten. Wir möchten, dass sie sich bei Vebego wie zu Hause fühlen und ihren eigenen Wurzeln dennoch ganz nahe sind, indem wir unter anderem Musik aus ihrem Herkunftsland spielen und gemeinsam tanzen und Spaß haben. Wir tun dies, damit die Menschen als Mitarbeiter*innen dank Vebego stolz sind und das Gefühl haben, anerkannt zu werden.“

Mark van Haasteren: „Durch die Integration von Unternehmen werden einige Arbeitsplätze wegfallen. Gleichzeitig wachsen wir aber auch, und in den großen Unternehmen entstehen neue Jobs. Auf individueller Ebene kann es vorkommen, dass die Stelle eines Beschäftigten verschwindet oder sich ändert. Wir versuchen daher, jeden einzelnen so weit wie möglich in den Prozess einzubeziehen.“

Vebego möchte ein großes europäisches Unternehmen werden. Wie gehen Sie an diese Aufgabe heran?

Mark van Haasteren: „Wir haben als niederländisches Unternehmen auf regionaler Ebene angefangen. Doch das sind wir längst nicht mehr. Intern versuchen wir, allen Ländern und allen Segmenten die gleiche Aufmerksamkeit zu widmen. Denn wir wollen uns zu einem ausgereiften europäischen Unternehmen entwickeln. Wir sind diesbezüglich noch im Wachstum, aber alle Segmente und alle Länder sollen letztendlich gleichbedeutend sein.“

Das Beste aus beiden Unternehmen

Die Akquisition von hectas bringt zusätzliche organisatorische Änderungen mit sich. In Deutschland werden hectas und Servico beispielsweise in ein gemeinsames Unternehmen für Facility Services für den deutschen Markt (unter dem Namen Vebego) integriert. In den Niederlanden wird hectas Teil des Reinigungsunternehmens, das gerade entsteht. Der niederländische Teil von hectas wird zu diesem Zweck von der deutschen Organisation abgespalten. Giuseppe Santagada: „Auch die Prozesse und IT-Systeme werden dabei angeglichen. Wir streben einen neutralen, offenen und transparenten Prozess an, an dem immer ein Vertreter von hectas und Servico beteiligt ist. Wir vergleichen die Systeme beider Unternehmen und wägen dann ab, welches System das bessere ist. Die endgültige Entscheidung treffen wir gemeinsam, sodass alle in den Prozess einbezogen sind.“

Point of no Return

Mark van Haasteren: „Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, haben wir mit ´Designing our Future´ bereits einige Schritte gesetzt. In den Niederlanden gibt es klare Entwürfe für das Unternehmen im Area Landschafts- und Gartenbau sowie das Reinigungsunternehmen. Daneben gibt es ein Unternehmen für das Facility Management. In Belgien sehen wir ein übergreifends Unternehmen für den Pflegearea. Hier haben wir außerdem die Umstrukturierung des Unternehmens für Facility Services in Gang gesetzt. Ferner wurde eine Reihe von Unternehmen veräußert und übernommen, außerdem haben wir bedeutende Schritte in Richtung eines einheitlichen Verwaltungssystems in den Niederlanden eingeleitet. Kurz gefasst: Wir haben Entscheidungen getroffen und umgesetzt. Mit Blick auf die Ziele, die wir uns gesetzt haben, und die erzielten Fortschritte können wir feststellen, dass wir an einen Point of no Return angekommen sind.“